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kazantip und die Drogen

Nun mal ein bisschen was zum etwas heiklerem Thema Drogen.

Im Vorfeld zum Trip hab ich diffuse Informationen zum Thema Drogen erhalten. Auf einer Seite war zu lesen, dass Drogen total “uncool” und geächtet sind bei kazantip. Widerum woanders hab ich von gebrauchten Spritzen am Strand gelesen.

Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen, von Spritzen am Strand kann wirklich keine Rede sein, richtige Drogenjunks sind mir eigentlich auch nur ein oder zwei Mal begegnet, und einmal wollte jemand von mir Drogen kaufen bzw. mir welche verkaufen – das hab ich nicht so richtig verstanden.

Kleine Story:
Ich saß eines Nachmittags mal vor einem Laden und hab darauf gewartet, dass Eugen und Co mit den geliehenen Scootern vorbeikommen und trank dabei mein Wasser. Urplötzlich tauchen dann zwei fertige Gestalten vor mir auf, einer geht sofort vor mir auf die Knie und fängt an mich anzubeten – hab ich natürlich erst nicht verstanden, genauso wenig wie das russische Gerede an mich hin.
Die kleine Xenia hat mir dann übersetzt, dass die zwei scharf auf mein Wasser sind, ich hab ihnen dann meine Flasche geschenkt. Wahrscheinlich haben die Guten den ganzen Tag durchgetanzt und waren total auf E.
Das Wasser hat mir Xenia nachher aus der Hand genommen und weggeschüttet – wird schon gut so gewesen sein.

Wie bereits in einem anderen Beitrag geschrieben, können härtere Drogen ohne größere Probleme direkt vor dem kazantip Gelände gekauft werden – an eigens dafür vorgesehenen Ständen. Die Polizei drückt da wirklich beide Augen zu. Auch Gras zu bekommen stellt sich nicht als unlösbare Aufgabe dar.

Allerdings ist anzumerken, dass wir auch mal auf dem Nachhauseweg von einer Streife mit Drogenhund kontrolliert worden sind – soll heißen Drogen wenn’s denn sein muss nur in der Nähe des kazantip Geländes, sonst könnte der Urlaub eine unvorhergesehene Wendung einschlagen.

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Gepostet von Obi    Datum: 19.08.2009

Kategorien: Menschen, Trip

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kazantip gefährlich?

Im Vorfeld der Reise haben mich viele Leute gefragt, ob ich denn keine Angst hätte in eines der ärmsten Länder Europas zu reisen.
Irgendwie komisch, sobald man hier in Deutschland Ukraine, Russland, Rumänien oder irgendeinen anderen Namen eines ehemaliges Ostblocklandes hört, denkt man sofort an russiche Mafia, zwiespältige Personen und Organ- bzw. Menschenhandel.
Das kann ich absolut nicht bestätigen. Zunächst einmal ist es vielleicht wahr, dass man in bestimmten Gegenden eher aufpassen muss als in anderen, aber die Krimhalbinsel gehört sicher nicht dazu.

Man sollte – wie in jedem anderen Land auch – darauf achten, dass man sich nicht total daneben benimmt und nicht ständig gegen lokale Sitten und Bräuche verstößt, d.h. jetzt nicht unbdegingt, dass man immer schön brav danke und bitte sagen muss – im Gegenteil, Danke, Bitte und verschiedene Verabschiedungsfloskeln sind sogar eher spärlicher gesäht als in unseren Landen – viel mehr sollte man darauf achten, nicht zu unangenehm als Deutscher aufzufallen, heißt Randale (auch gegen Objekte) sind tunlichst zu vermeiden, das gehört sich einfach nicht!
Und kommt bloß nicht auf die Idee es sei besonders toll ständig auf russich zu fluchen, die russische Sprache besteht nicht nur aus Schimpfwörtern, obwohl sich leider darin meistens der russische Wortschatz eines Deutschen erschöpft.

Fazit: Es ist sicherlich nicht gefährlicher als Abends in Berlin wegzugehen.
Erzählungen über kriminelle Organhändler, verseuchte Spritzen am Strand etc. kann ich überhaupt nicht bestätigen.

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Gepostet von Obi    Datum: 16.08.2009

Kategorien: Menschen, Trip, Wohnen

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