Anreise mit dem Flugzeug

Die Buchung unseres Fluges übernahm Eugen über ein Portal (opodo.de und direkt wizz-air)
Die Anreise war eigentlich schon ein Trip für sich. Zunächst einmal ging es von unserer Heimatstadt 2,5 Stunden mit dem Auto Richtung München, dort haben wir dann 2 Stunden bei meiner Schwester in der Bude genächtigt und sind dann mit der U- und S-Bahn Richtung Flugahfen und ab ging’s nach Warschau.

Die etwa zwei Stunden Aufenthalt in Warschau waren relativ sensationsarm, wir waren sowieso viel zu müde um irgendwas zu starten. Der Flieger der polish airlines brachte uns dann schließlich nach Kiew, wo wir zunächst auch wieder ein paar Stündchen Aufenthalt hatten, wir nutzen die freie Zeit und liefen ohne groß Ahnung zu haben einfach Richtung Vorstadt (der Flughafen liegt etwa eine Autostunde von der Innenstadt entfernt). Von einem Hotel aus nahmen wir uns ein Taxi zu einem Park, wo wir uns erstmal ukrainisches Bier gönnten, der Preis von 6 Hrywnja (etwa 60 Cent) für nen halben Liter gutes Bier ist spitze.

Nach dem Intermezzo im Biergarten ging’s wieder zurück zum Flughafen.
Der Flughafen in Kiew ist in zwei Gebäude geteilt, das größere für internationale Flüge, das kleine, schäbige für Innlandsflüge, eine Verbindung beider gibt es nicht, daher muss man immer stets das eine Airportgebäude verlassen um in das andere zu gelangen. Dazwischen liegt übrigens ein mittelteures Café in dem man sehr gut essen kann.

So ca. 45min vor Abflug wollten wir dann easycheesy einchecken, nur leider meinte die Angestellte am Schalter, unsere Buchung sei ohne Gepäck, d.h. nur mit Handgepäckt, irgendwie hatte auch keiner richtig Lust uns weiterzuhelfen und wir mussten den Reiserucksack (eigentlich zu groß und zu schwer für’s Handgepäck) mit in den Flieger nehmen.
Eigentlich nicht weiter schlimm, aber wir hatten natürlich auch lauter Sachen im Gepäck, die eher weniger Spaß in Innenräumen von Flugzeugen erzeugen: Flaschen mit mehr als 100ml Inhalt zuhauf, Scheren und natürlich Eugens schweizer Kampfmesser…
Im Sicherheitscheck also Eugen vorgeschickt und erstmal sein ganzen Gepäck auspacken lassen, verdächtigerweiße hatte der Sicherheitsbeamte glasige Augen und Schweißperlen auf der Stirn und das hatte wohl eher was mit der bis zum Himmel stinkenden Alkfahne als mit dem schwülen Luft zu tun.
Während Charly und ich im Windschatten Eugens ohne größere Probleme unser “Handgepäck” durch die Sicherheitsschleuse bekamen waren die Sicherheitsmenschen damit beschäftigt Eugen auf russisch klarzumachen, dass so ein Messer im Handgepäck sehr strafbar sei und man nur vielleicht eine Ausnahme mache, wenn man doch etwas zu trinken und ein bisschen was zu Essen für dannach bekommen könnte.

Was ukrainische Sicherheitsbeamte also für ein wenig was zu Trinken und ein bisschen was zu Essen für dannach bezeichnen sind in Deutsch umgerechnet also etwa 10 EUR, oder 100 Hrywnja, wobei ukrainische Sicherheitsbeamte nicht so auf die Währung schauen. Rubel oder Dollar sind sicherlich auch okay.

Im Nachhinein waren die 10 EUR wirklich gut angelegtes Geld, auf dem Rückflug musste jeder von uns 28 EUR für’s Gepack nachzahlen.